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Für die KI im Stadtrat - Johannes Büttner

Stadtrat der KI seit 2000,
Jahrgang 1946, verheiratet, ein Sohn, eine Stieftochter, Grafik-Designer, IG-Metall Gewerkschaftssekretär i.R.,
Mitglied bei attac und Mehr Demokratie e.V.

Für die KI im Stadtrat - Andreas Schubring

Hausarzt, Jahrgang 1950, geschieden, 3 Kinder. Sprecher der Bürgerinitiative „Keine Stadtautobahn am Schönbusch". Immer politisch aktiv, lange nur außerparlamentarisch.





Denkmalliste - Nicht streichen, sondern ergänzen

Zusatzantrag zu TOP 7, UVS am 18.4.2012 – Bericht zur Nachqualifizierung – Hier: Antrag auf Wiederaufnahme in die Denkmalliste und zur Ergänzung der Denkmalliste.

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

zum Tagesordnungspunkt 7 des UVS stelle ich folgenden Antrag:

Der Stadtrat möge beschließen: Das Landesamt für Denkmalpflege wird dahingehend informiert, dass die nachfolgend als gestrichen aufgeführten Baudenkmale aus Sicht des Stadtrates weiterhin als Baudenkmale in der Denkmalliste verbleiben sollen.

 

Es handelt sich um folgende Streichungen durch sogenannte Nachqualifizierung:

1. Badergasse 1. Geburtshaus Franz Hettinger (geb. 1819), klassizistischer Sandsteinbau, Anfang 19. Jh. (Nur noch Gedenkplatte unter Schutz!)

2. Entengasse 6. Fassade eines klassizistischen Wohnhauses, 1864; im Neubau von 1981-83 (von Alexander von Branca, München) übernommen. (Ein sehr bestimmendes Gebäude in der Entengasse!)

3. Herstallstraße 3. Spätklassizistisches Wohn- und Geschäftshaus, 1851. (klassizistische Hälfte des Gasthauses Wurstbendel – ein historischer Komplex mit Nr. 5 und 7)

4. Herstallstraße 5. Wohn- und Geschäftshaus, viergeschossiger traufständiger Satteldachbau mit spätklassizistischer Fassadengestaltung, 1869. (Der Besitzer behauptet, das Gebäude sei in den 70 Jahren neu aufgebaut worden. Fakt ist die Fassadenrenovierung in der Zeit, aber kein Neubau!)

5. Herstallstraße 26. Geschäftshaus, mit skulpturalem Schmuck im 1. Obergeschoß, 1908. (Volksbankkomplex – jetzt nur noch Skulpturen geschützt!)

6. Herstallstraße 39. Geschäftshaus, viergeschossiger Mansarddachbau mit Piliastergliederung, bez. 1909/1947; (ehemaliges Bankhaus Wolfsthal und Buchhandlung Pattloch. Im Krieg durch Brandbeschuss schwer beschädigt und wiederhergestellt. Für die Behörde ein Grund dieses Gebäude zu streichen.)

7. Löherstraße 51. Hotel Wilder Mann, zweigeschossiger Mansarddachbau in Ecklage, im Kern historische Bausubstanz, stark umgebaut, mit eingebauten Spolien. (Hier hat die Behörde zwar eine nochmalige Prüfung signalisiert! Aus der Liste ist der Komplex aber bereits gestrichen.)

8. Sandgasse 27. Geschäftshaus mit kolossalen Eckpiliastern und Erker, späthistoristisch, um 1900. (Das „Hammerhof“-Hauptgebäude)

Der Stadtrat hat ein starkes Interesse daran, dass diese Gebäude in der Denkmalliste aufgeführt bleiben.

 

Als weiteres wird dem Landesamt für Denkmalpflege vorgeschlagen, neue Denkmal-Ensembles einzurichten. U.a.:

Ensembleschutz für die historische Innenstadt innerhalb der ehemaligen Stadtmauer:

 

Um in Zukunft bei Bauvorhaben innerhalb der historischen Innenstadt dem Erhalt des historischen Stadtbildes gerecht zu werden und ein sensibles Einfügen zu lenken, ist der Stadtrat der Meinung, den gesamten Bereich innerhalb der ehemaligen Stadtmauer und unterhalb der Oberstadt (möglicher Begriff „Unterstadt“) zwischen dem Ensemble Friedrichstraße/Weißenburgerstraße, dem Ensemble Schöntal, dem Ensemble Oberstadt und der Kapuzinerkirche nach Art. 1 Abs. 3 DschG als Ensemble in die Denkmalliste einzutragen.

Umgrenzung: Von der Einmündung Herstallstraße in die Friedrichstraße entlang der Stadtmauer im Schöntal, Sandgasse, Betgasse, Brennofengasse, Wermbachstraße, Landing, Luitpoldstraße, Strickergasse, Agathaplatz, Karlstraße, südlich entlang Friedrichstraße bis Einmündung Herstallstraße.

Einzeldenkmale: Herstallstraße3,5,7,10,12,14,26,28,29,43,45,47, Sandgasse 24,27,26,28,29,31,32,33,34,36,42,53,58,60, Steingasse 1,2,4,8,9,11,14,15,19,20,21,27, Roßmarkt 1 bis 21,33a,36,42,

Nach dieser Regelung werden die Identifikationsmerkmale in der Gesamtheit als schutzwürdig angesehen auch wenn im einzelnen nicht schutzwürdige Teile des Ensembles in der Substanz aufgebbar sind.

 

Sollte dies von Seiten der Behörde nicht anerkannt werden, so können auch folgende Straßenzüge als Ensemble neu festgelegt werden:

Ensemble Herstallstraße: Geschäftsstraße, geprägt von Wohn- und Geschäftshäusern der zweiten Hälfte des 19. bis frühen 20. Jh. Spätklassizistische Hausgruppe Herstallstraße 3,5,7 mit klassizistischem Eckhaus Steingasse 1.

Ensemble Sandgasse 24-37 und Erbsengassse 1,3; Geschlossener Ensemblebereich zwischen Freihofgasse und der platzartigen Erweiterung bei den Einmündungen von Erbsen- und Ohmbachsgasse. Die Anwesen Nr. 53, 58 und 60 bilden eine Baugruppe bei der Sandkirche wo ehemals das Sandtor stand.

Ensemble Steingasse 1-21, 27; mit Nebensteingasse 1,3. Einheitliches bidermeierliches Straßenbild aus der Zeit des späten 18. Jh. und vor allem der ersten Hälfte des 19. Jh.; zumeist kleinmaßstäbliche Bebauung in Formen des Spätbarock und Klassizismus. Herausragende Bauten sind Nr. 1 und 2.

Ensemble Roßmarkt 1-21. Außer dem Gebäude Roßmarkt 1 steht in diesem Abschnitt des Roßmarktes kein weiteres Gebäude in der Denkmalliste. Die Gebäude Roßmarkt 3 bis 21 zeigen aber in unterschiedlicher Weise die Bau- und Kulturgeschichte dieser Straße auf. Sie sind stadtbildprägend. Die Gebäude mit den niedrigen Nummern sind wie das Gebäude Roßmarkt 8 teilweise 100 bis 250 Jahre alt und wurden über die Jahre mehrmals umgebaut – vor allem die Erdgeschossräume der Geschäfte.

(Alter der Bausubstanz: Nr. 3 Neubau 1905, Nr.5 Neubau 1798, Nr. 7 Baujahr noch vor 1797, Nr. 9 Baujahr vor 1781, Nr. 11 Neubau 1878, Hinterhaus mind. 1808, Nr. 13 Neubau 1878, Nr. 13 Neubau 1809, Nr. 15 1804, wiederaufgebaut 1945/46,  Nr. 17 auch 1804, Neubau 1909, Nr. 19 heute Colossaal, vormals Gambrinus, Bauteile von 1721 bis zum Saalbau 1933, Nr. 21 ehemalige Heylands Brauereigaststätte mit Brunnen im Keller, 1804 und Umbau 1873.)

 

Weiterhin vorgeschlagen werden auch folgende Ensembles:

Ensemble Goethestraße 14-18 und 21 – 31; Mietshäuser des Gründerzeitviertels in Nachbarschaft der Grünewaldstraße

Ensemble Münchstraße: Villen und Mietshäuser der Zeit um 1900 im Viertel beim Pompejanum Nr. 4,5/7 (bez. 1904), 8/10 und 12 (vgl. Ziegelbergstraße 14, historisierendes Eckhaus, Anfang 20. Jh.).

 

Die Begründung ergibt sich aus der Antragstellung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Büttner

Stadtrat